NSU-Prinz Club Schwaben e.V.

Erzählsalon in Schramberg am 2.09.2017

20. September 2017 · Petra Ohlhausen

„Der Mythos lebt noch immer“

Von Christoph Ziechaus aus dem Schwarzwälder Boten

Gut besucht war der „Erzählsalon“ im Auto- und Uhrenmuseum Erfinderzeiten zu den Erfolgsgeschichten der schnellen Flitzer NSU-Wankel-Spider und NSU TT.

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Ein gespanntes Publikum wollte sie hören, die Geschichten von den Pisten der Bergrennen und Rallyes, und die fünf Herren auf der Bühne wollten damit auch gar nicht hinterm Berg halten. So entwickelte sich ein lockeres Gespräch, zu dem Moderator Uli Latus die Stichworte gab. Die weltgrößte Zweiradfirma NSU hörte zu Beginn der Wirtschaftswunderzeit den Ruf nach einer bequemeren Mobilität und wechselte 1958 zu vier Rädern mit dem NSU Prinz mit 20 Pferdestärken. Bereits ein Jahr zuvor hatte „der 1. Wankelmotor auf dem Prüfstand gezündet“ und damit auch die Idee zum Einstieg in den Rennsport. Dafür ging man in Neckarsulm in die Vollen und fragte bei Eberhard „Ebs“ Mahle an, der mit DKW und mit Alfa Romeo schon erfolgreich war und bis 1968 für 14 verschiedene Autofirmen bei 200 Rennen 150 Siege herausfuhr.

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Beim Eifelrennen 1958 wurde er allerdings nur Zweiter, weil vor ihm ein anderer NSU Prinz II vier Zehntel Sekunden schneller war; direkt hinter ihm kamen noch zwei andere Prinzen ins Ziel. In heutigen schnellen Zeiten unvorstellbar gewann Ebs Mahle an einem Tag ein Rennen auf NSU, danach auf Volvo und im dritten Start auf DKW wurde er Dritter. Mit einem „wendigen Porsche 911“ mit aufgemotzten 166 PS zeigte er 300-PS-Boliden die Rücklichter und wurde 1966 Berg-Europameister. Zum „guten Geist der schnellen Männer“ wurde Roland Faigle, der als Rennmonteur an die Pisten abgestellt wurde und die Flitzer von den Bergmeistern Karlheinz Panowitz und Siegfried Spiess im Rennen zu halten hatte.

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Bei der Deutschland-Rallye wurde auch mal ein Weidepfosten neben der Straße „gepflückt“ und landete quer im Motorraum zur Aufhängung des Getriebes bis zur nächsten Station. „Eine Welt ohne Verbrennungsmotor kann ich mir nicht vorstellen“, kommentierte der gewiefte Schrauber. Noch heute kurvt Rolf Edel mit „teuren Autos“ bei Slaloms, von denen er 1970 im NSU TTs 18 gewonnen hatte, und mit der Werbung auf seinem Auto wurde er zum „fliegenden Teppich“. Vor dem Bergrennen in Neuffen 1967 überschlug er sich im Training drei Mal, belegte aber mit dem „hänige Auto“ am Abend den vierten Platz.

Porsche-Konstrukteur Kurt Brixner erinnerte an die vielen Unfälle, denn „wer am Berg Fehler macht, der lebt nicht lange“. Dennoch fegte er mit NSU TT mit einen Durchschnitt von 101 Stundenkilometern über die Piste am Nürburgring. Privatfahrer Hans Müller „hat auf dem Prinzle immer etwas von der Strecke mitgebracht“, stellte Uli Latus den „Schießer“ vor, der seine NSU mit einer guten Bodengruppe, einer Karosserie von Brixner und einem Motor von Spiess selbst aufgebaut hatte. Ach ja, der Lohn von Mühe und Risiko war vor 50 Jahren meist ein Pokal und zur Förderung des Breitensports ein Rabatt von 27.5 Prozent auf Teile für erfolgreiche NSU-Fahrer. Beim Rundgang durch die Sonderausstellung mit den Original-Boliden wurden die Erinnerungen aufgefrischt.                         Fotos: Ziechaus und Steinacker

Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart

2. August 2017 · Petra Ohlhausen

 

DEUVET Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge e.V.

Newsletter: 01.08.2017

Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart – Auswirkung auf die Oldtimerszene

Hallo NSU-Prinz Club Schwaben e.V.,

die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart zu „Fahrverboten“ ist derzeit in aller Munde. Wir beleuchten in der beiliegenden Pressemitteilung, welche Auswirkungen dieses Urteil auf die Oldtimerszene hat.

Urteil des Verwaltungsgerichts zu Fahrverboten

 

 

2. Weitinger NSU-Teilemarkt

10. Juli 2017 · Petra Ohlhausen

 

SÜDWEST PRESSE / NECKAR-CHRONIK: HORB UND GÄU vom 3. Juli 2017

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NSU-Treffen zum zweiten Mal in Waging am See

15. Juni 2017 · Petra Ohlhausen
Waging am See – 424 angemeldete NSU-Besitzer kamen mit ihren Klassikern nach Waging, um am 37. NSU Ro 80 Treffen teilzunehmen.

»Wankelmutige« und »schräge Exoten«

Aber nicht nur das extravagante Flaggschiff NSU Ro 80 der »Wankelmutigen« sorgte für ein außergewöhnliches Straßenbild in der Region, sondern auch viele schräge, bunte Exoten mit ihren »Prinzen« oder Zweirädern aus der Nachkriegszeit. NSU steht dabei für Neckarsulmer Motorenwerke, die 1969 mit der Auto-Union zu Audi fusionierten.
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Der edle Klassiker NSU Ro 80:
Während die Konkurrenz noch
im Blechbarock schwelgte,
ließ die NSU die Karosserie
erstmals im Windkanal glätten.
So entstand eine flache Front,
eine stark geneigte Windschutz-
scheibe, eine aufsteigende
Gürtellinie und eine schlanke
Silhouette. (Foto: Sojer)

 

Schon einmal war der Verein »Ro 80 Club International« für Kreiskolbentechnik nach Waging gekommen. Eigentlich hätte das Treffen heuer in der Heimatstadt Neckarsulm stattfinden sollen, doch der Sponsor sagte kurzfristig ab. Zum Glück konnte man nach Waging ausweichen, sonst hätte es das diesjährige Treffen nicht gegeben. Derzeit zählt der Club 700 Mitglieder und ist weltweit der größte Zusammenschluss von Ro 80 Fahrern. Nicht nur aus Europa, sondern auch aus Amerika, Australien, Neuseeland und Afrika kommt so manches Mitglied.

Der Höhepunkt des Vier-Tage-Treffens war die gemeinsame Samstagsausfahrt rund um den Waginger See. Aufgestellt hatten sich die Mitglieder am Strandcampingplatz; dort wurden die Fahrzeuge vorgeführt. Den Anfang machten die »Quickly« Zweiräder – Nachkriegsmodelle, Roller oder NSU-Zweitakter der kleinen Leute. Anschließend kam die »Königsflotte«, die leise schnurrenden NSU Ro 80, begleitet von der farbenfrohen »Prinzengarde«.

Nach der Rundfahrt hieß es für die 424  Fahrzeuge und ihre Besitzer: Aufstellung zum Gruppenfoto. Kein leichtes Unterfangen mit der Masse an Mitgliedern und Fahrzeugen.

Zum Leidwesen mancher Mitglieder werden die NSU-Freunde seit 2011 fälschlicherweise mit dem ebenfalls mit NSU abgekürzten Nationalsozialistischen Untergrund in Verbindung gebracht – damit habe man aber rein gar nichts am Hut, betonen die Veranstalter. soj

Quelle: Traunsteiner Tagblatt

2. Weitinger NSU-Teilemarkt

25. April 2017 · Petra Ohlhausen

Liebe Clubmitglieder und Freunde des Clubs,

wir laden Euch sehr herzlich zum 2. Weitinger Teilemarkt ein. Wir würden uns wünschen,
wenn diesmal mehr Verkäufer kommen könnten. Bitte schaut mal, ob Ihr den Markt mit Euren
übrigen Teilen bereichern könnt! Bestimmt findet sich bei jedem von Euch irgendein NSU-Teil,
das  nicht mehr benötigt wird. Außerdem kann man mit NSU-Teilen andere glücklich machen.

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Wir freuen uns sehr über Kuchenspenden!
Kaffee gibt es wie immer kostenlos – andere Getränke
werden angeboten.

Ums Eck kann Pizza und Pasta geholt werden (ehem. Wirt
des Tabaluga),  so dass keiner verhungern muss.

Wir freuen uns auf viele Anbieter und Käufer!
Es gibt keine Standgebühren! Über eine kleine Spende
in die Clubkasse freuen wir uns sehr.

Eure Vorstände des NSU-Prinz Club Schwaben e.V.
1. Vorsitzender Uwe Ohlhausen
Schickardstraße 18, 71034 Böblingen
Telefon 07031 224865 oder 0170 2943102
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Verkäufer bitte ANMELDEN!

Wir verraten nicht, um welchen Jung-Schrauber des Prinz Club Schwaben es sich hier handelt ;)

 

Techno-Classica 2017 in Essen

20. April 2017 · Petra Ohlhausen

Ro80 Club International

Das 50-Jahr-Jubiläum des NSU Ro 80 wird dieses Jahr gefeiert. 1967 lief die Limousine mit der keilförmigen Karosserie erstmals vom Band, das nimmt der Ro 80 Club International zum Anlass, einen voll restaurierten Ro 80 ins Zentrum zu stellen und die Messebesucher mit allen wichtigen Informationen zum Ro 80 zu füttern.                                                  (zwischengras.com)

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Es war dieses Jahr ein reiner NSU-Stand mit 5 Fahrzeugen und den entsprechenden Jubiläen 50 Jahre Ro 80 / 60 Jahre Wankel-Motor einem Ro 80 als Sondermodell 1:43 limitiert und einer ganz tollen Sammelmappe Wankel und Ro 80.

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Und einer Präsentation und Autogrammstunde mit Klaus Art, der sein neues Ro 80-Buch vorstellte.

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Beste Grüße,
Albert Keicher

 

Mitgliederversammlung 2017

5. März 2017 · Petra Ohlhausen

Es war es wieder soweit: Am 25. Februar 2017 lud der Prinz Club Schwaben zu seiner ordentlichen Mitgliederversammlung ein. 1. Vorsitzender Uwe Ohlhausen begrüßte die 41 stimmberechtigten Mitglieder sowie mehrere Gäste herzlich im an der alten Solitude-Rennstrecke gelegene „Glemseck“. Nach dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder Horst Walter, Klaus-Peter Schnell und Gerhard Glöckl folgte eine Schweigeminute.

P1060227Ohlhausen führte in seinem Jahresrückblick die Mitglieder zu Kurt Brixner nach Weilimdorf, zu Peter Deuschle nach Wildberg, zum Internationalen NSU-Treffen nach Zwartemeer in Holland, zum NSU-Spektakel nach Afritz in Kärnten, dem 25. Jubiläum der Scuderia, zur Veterama um nur einige zu nennen.

Einer der Höhepunkte war zweifellos der erstmals stattgefundene PCS-Teilemarkt in Weitingen. Der Einladung folgten zahlreiche Mitglieder und NSU-Fahrer befreundeter Clubs, die den kleinen Ort im Gäu mit lauten Motorengeräuschen aufmischten.

Der Event schlechthin war das 35-jährige Clubjubiläum in Neckarsulm. Mit der Besichtigung des NSU- und Zweiradmuseums, Diashows und unterhaltsamen Einlagen, verschiedenen Gastrednern und Ehrungen eine rundum gelungene Veranstaltung.

Der Vorsitzende bedankte sich bei den Organisatoren und zahlreichen Helfern, die zum Gelingen der Ausfahrten und zahlreichen Veranstaltungen beigetragen hatten. Neben diesen wurde im vergangenen Jahr die neue Satzung ausgearbeitet, ebenso wie an einem PC-Programm für die Mitgliederverwaltung getüftelt sowie das Konzept für die neue Clubzeitung entwickelt. Auch den Machern dieser Projekte wurde Dank ausgesprochen.

P1060226Kassiererin Gerda Pflugbeil legte im Anschluss ihren Kassenbericht vor. Dabei hob sie hervor, dass bei der Spendenaktion für Afritz (Überschwemmung nach Murre) 1050 Euro zusammen kamen, die an die Gemeinde überwiesen wurden. Kassenprüfer Gerhard Schmidt erklärte die Kasse mit Jochen Kemmler als geprüft und „einwandfrei“. Gerda Pflugbeil wurde von der Mitgliederversammlung einstimmig und der Gesamtvorstand mit zwei Enthaltungen entlastet.

Bei den Wahlen kam es zu folgenden Ergebnissen:
Kassiererin Gerda Pflugbeil – einstimmig
Beisitzerin Cora Vogt – einstimmig
Kassenprüfer H.P. Ulrichskötter und Peter Kammerer – einstimmig

Bei Michael Derderian bedankte sich der Vorstand für seine langjährige  unterstützende Tätigkeit als Beisitzer mit einem Sachpreis und die Mitglieder mit kräftigem Applaus.

P1060235Durch die Satzungsänderung moderierte Stefan Mayer souverän mit Beamer und der Assistenz von Luca Derderian. Aufgrund der stark verschlankten und dadurch verschobenen Paragrafen war ein Gegenüberstellen der Einzelnen nicht möglich. Verschiedene Punkte wurden auf Anregung der Mitglieder und nach Abstimmung neu bzw.  verändert aufgenommen.

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Einstimmig verabschiedete die Mitgliederver-sammlung die neue Satzung, die nach der Reinfassung mit dem Protokoll der Mitgliederversammlung beim Amtsgericht eingereicht wird.

Bei der Terminvorschau appellierte Schrift-führerin Ingrid Ohlhausen für die Findung eines neuen Clublokals. Das Glemseck wird renoviert und ist aufgrund der Miete etc. auf Dauer zu kostspielig. Übergangsweise findet das nächste Treffen am 29. April 2017 im Check Inn auf dem Flugfeld Böblingen/Sindelfingen statt.

Unter Verschiedenes setzte sich die Ver-sammlung mit Themen wie spätes Eintreffen von Einladungen, Pflichterfüllung der Amts-inhaber und die richtige Vorgehensweise von Satzungsänderungen  auseinander. Ein wichtiger Tipp kam aus dem „Landratsamt Tübingen“: vor Oktober könnte man nicht mit den neuen H-Saisonkennzeichen rechnen.

Fotos: Uwe Ohlhausen
Luca Derderian, Uwe Ohlhausen und Gerda Pflugbeil
Gerhard Schmidt
Manfred Steinwand und Michael Derderian
Stefan Mayer und Luca Derderian
(von oben nach unten und von links nach rechts)

Text: Petra Ohlhausen

 

Saisonzulassung: Jetzt auch für H-Kennzeichen möglich!

20. Februar 2017 · Petra Ohlhausen

Der Wunsch der Oldtimer-Besitzer mit einem H-Kennzeichen, ebenfalls eine wiederkehrende Saisonzulassung zu beantragen, war bisher in der StVZO, der Straßenverkehrszulassungsordnung, nicht vorgesehen. Damit blieben historische Fahrzeuge mit Saisonzulassung in Umweltzonen ausgesperrt.

Diese Ungleichbehandlung sollte beendet werden. Nach einer Information des VDA (Verband der Automobilindustrie) sind ab sofort auch Oldtimerkennzeichen als Saisonkennzeichen möglich. Diese erfolgreiche Änderung der Fahrzeug-Zulassungsverordnung wurde am 10. Februar 2017 vom Deutschen Bundesrat in letzter Instanz verabschiedet, nachdem bereits in der 953. Sitzung des Bundesrats die in Drucksache 770/16 vorgeschlagene Dritte Verordnung zur Änderung der Fahrzeug-Zulassungsverordnung und anderer straßenverkehrs rechtlicher Vorschriften beschlossen worden war. In der schwerpunktmäßig auf die internetbasierte Zulassungsform eingehenden Verordnung wird u. a. ausgeführt, dass Oldtimer mit H-Kennzeichen auch als Saisonkennzeichen ausgeführt werden können.

Diese Zulassungseinschränkung wird sicher reduzierte Einnahmen der Kraftfahrzeugsteuer ergeben. Der VDA zitiert hierzu einen Kommentar zur Änderung der FZV: „Mit der Neufassung …  soll klargestellt werden, dass die Kombination von Oldtimerkennzeichen und Saisonkennzeichen zulässig ist. Stimmen in der Literatur hatten anderes aus einer älteren Gesetzesbegründung hergeleitet. Für ein Verbot dieser Kombination ist aber kein sachlicher Grund ersichtlich.“

Anna Reiter
Bundesverband DEUVET e.V.