NSU-Prinz Club Schwaben e.V.

35-jähriges Clubjubiläum in Neckarsulm

31. Oktober 2016 · Luca Derderian

Slide 1 (Clublogo)Im August 1980 kamen die Gründungsmitglieder des NSU-Prinz-Club-Schwaben e.V. Thomas Zürn und Gerald Lächler auf die Idee, einen TT-Club zu gründen.
Auf eine Anzeige in der Zeitschrift „auto motor und sport“ meldeten sich NSU-Fahrer aus allen Ecken Deutschlands – von Flensburg bis München. Im November 1980 war es dann soweit, man traf sich zum ersten Mal in der Gaststätte Sonnenhof in Gemmrigheim.

Slide 1 (Clublogo)Aus dem NSU-TT Club wurde der NSU-Prinz-Club-Schwaben e.V. der sich zur Aufgabe gemacht hat, alle jemals von der Neckarsulmer Traditionsfirma NSU entwickelten/gebauten Fahrzeuge zu pflegen und zu bewahren: vom NSU-Fahrrad, Motoräder über alle Prinzen, Wankel-Fahrzeuge bis zum K70, (der noch von NSU entwickelt wurde) und schließlich zur Agriette mit Quickly Motor oder Wankel-Motoren die im Schiffbau eingesetzt wurden. Diese enorme Modellvielfalt macht das Club-
leben interessant und es finden sich immer wieder spannende, interessante Neuigkeiten, die in der clubeigenen Zeitung den Mitgliedern zugänglich gemacht werden.

Slide 1 (Clublogo)Inzwischen gibt es den NSU-Prinz-Club-Schwaben e.V. schon seit 35 Jahren, er hat fast 250 Mitglieder. 23 Clubmitglieder kommen aus dem Ausland: die größte Gruppe kommt aus Österreich. Einzelne Mitglieder kommen aus Namibia, Australien, Finnland, Frankreich, Luxemburg, Italien und Ungarn. Sie alle eint die historische Automarke „NSU“ (der Name NSU stammt aus den Worten: NeckarSulm, aber das ist ja in Neckarsulm den meisten bekannt).

teilnehmer

Das 35-jährige Clubjubiläum startete am Samstag, 29. Oktober beim Zweirad- und NSU-Museum. Die Vorstände freuten sich sehr darüber, dass dort schon drei Club-Kameraden warteten, die mit ihren NSU’s auf eigener Achse von Györ/Ungarn über Ingolstadt nach Neckarsulm gefahren waren. Nach dem Besuch des Museums ging es dann zur eigentlichen Jubiläumsfeier ins Neckarsulmer Brauhaus.

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Foto von links nach rechts: Csaba Gábor, Ferenc Cziráki, die PCS-Vorstände Stefan Mayer und Michael Derderian und Ehrenmitglied Ralph Plagmann; davor Schriftführerin Ingrid Ohlhausens, Zoltán Vavra aus Ungarn und Vorsitzender Uwe Ohlhausen

Uwe Ohlhausen begrüßte die rund 80 Mit-
glieder und Freunde des Prinz Club Schwaben. Es wurden lebhaft Erinnerungen aus der Vereinsgeschichte ausgetauscht, und gemeinsam feierte man das Jubiläum bis spät in die Nacht. Auf dem Programm stand ein Vortrag von Peter Deuschle. Er ist Clubmitglied, Sachverständiger und Ingenieur, und er unterhielt mit einem Vortrag über Details aus der Autowelt mit Schwerpunkt NSU und dem Clubgeschehen der letzten 35 Jahre.

Dias und Fotos aus der vergangenen Clubzeit, die der ehemalige 1. Vorsitzende Jochen Kemmler, Klaus-Peter Ulrichskötter und Vorstandsmitglied Manfred Steinwand aus ihren umfangreichen Privatarchiven ausgesucht hatten, zauberten vielen Mitgliedern ein Lächeln auf die Gesichter. Sind doch alle in den Jahren älter geworden, Haar- oder Bartpracht hat sich verändert und am besten sieht man an den Kinderfotos, wie die Zeit vergangen ist.

albert-keicherVorstandsmitglied Stefan Mayer, zeigte lustige und unterhaltsame Filmausschnitte aus mehr als drei Jahrzehnten, die er in den 80er Jahren mit seiner Super-8-Kamera aufgenommen hatte.

Stefan Mayer ist bekannt in der NSU-Szene durch seinen Film „Denn sie wissen nicht, dass er tune’te“. Das Thema des lustigen Films hat die damals übliche Konkurrenz zwischen Golf und NSU zum Thema. Gegen Ende des Films stürzt „schwarze Golf“ nach einem Rennen mit einem NSU geschlagen in einen Steinbruch. Natürlich gab es keine Verletzten. Die gezeigten Filmszenen führten deutlich vor Augen, dass die Clubmitglieder/Darsteller, älter geworden sind.

Foto von links nach rechts: Albert Keicher, Manfred Steinwand und Uwe Ohlhausen

Höhepunkt der Veranstaltung war der spontan bei einem NSU-Spektakel (der traditionellen Sommerveranstaltung des Clubs) in den 90er Jahren gedrehten Film. Mit einer Nockenwelle als „Mikrophon“ hatte sich damals Clubmitglied Hülya Singer aufgemacht, um die Clubmitglieder zur NSU-Veranstaltung in Salzstetten zu interviewen.

audiZum Jubiläum gratulierten Vertreter der Scuderia NSU, Alexander Fass vom DKW-Motorrad Club, Albert Keicher von der Audi Tradition in Neckarsulm und Thorsten Schache vom ACI (Audi Club International).

Thorsten Schache betonte, dass der NSU-Prinz-Club-Schwaben die Clublandschaft über diesen langen Zeitraum bereichere und zur Repräsentation der Traditionsmarke NSU beitrage.

Foto von links nach rechts: Thorsten Schache ACI, Uwe Ohlhausen, Manfred Steinwand
Bericht von Ingrid Ohlhausen

 

Vom ungarischen Györ nach Neckarsum

Drei Prinzfahrer fahren 1100 km vom Ungarischen Györ über Ingolstadt nach Neckarsulm zum 35. Clubjubiläum des NSU-Prinz-Club-Schwaben.

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Foto von links: Zoltán Vavra, Ferenc Cziráki und Csaba Gábor

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Kontakt zu den ungarischen NSU-Fahrern besteht schon seit 1990. Damals stellte sich heraus, dass auch nach Ungarn eine gewisse Zahl der NSU-Fahrzeuge exportiert wurden, oder sonst wie den Weg ins Land gefunden hatte. Obwohl die NSU-Fans in Ungarn großes Talent im Improvisieren hatten, um die Fahrzeuge am Leben zu erhalten, gab es doch dann manchmal Probleme mit Ersatzteilen, die vor Ort nicht zu lösen waren.

Zoltan Vavra nahm dann damals als erster NSU-Fahrer aus Ungarn Kontakt mit dem NSU-Prinz Club Schwaben e.V. auf. In der Folge wurde auch der Kontakt zur damaligen NSU-GmbH, speziell zu Herrn Ralph Plagman hergestellt, so dass dann bei einem ersten Besuch von Zoltan im Schwabenland 1990 die größten Ersatzteil-Probleme durch den Club und einige damals noch vorhandene Restbestände bei der NSU-GmbH behoben werden konnten.

buttonIn den Folgejahren gab es dann vor allem bei den jährlichen Internationalen NSU-Treffen z.B. 1996 in England ein Wiedersehen. In Ungarn kamen im Lauf der Zeit noch einige NSU-Fahrer hinzu, so dass die Gruppe bei den Treffen in Neckarsulm im Jahr 2000 und 2006 schon aus mehreren Fahrzeugen bestand.

Als besonderes Highlight haben dann unsere ungarischen NSU-Freunde anlässlich des 35-jährigen Vereinsjubiläums die Europa-Tour mit einem Prinz 4L, einem, NSU 1000 und einem NSU 1200 TT mit Ziel in Neckarsulm geplant und konnten am Samstagabend im Neckarsulmer Brauhaus am Festabend teilnehmen. Wenn man bedenkt, dass der Prinz 4 nur einen Zweizylinder-Motor mit 30 PS hat, ist diese Tour mit 1100 km einfacher Strecke umso beachtlicher!
Bericht von Jochen Kemmler

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